Salzburg



Salzburg ist die Hauptstadt des gleichnamigen Bundeslandes Salzburg der Republik Österreich. Sie ist vom Bezirk Salzburg-Umgebung, auch Flachgau genannt, dem nördlichsten der fünf Gaue des Bundeslandes Salzburg, umgeben, grenzt aber im Nordwesten auch an das benachbarte Bayern. Mit 150.269 (2007) Einwohnern ist Salzburg nach Wien, Graz und Linz die viertgrößte Stadt Österreichs. In der Agglomeration Salzburg leben etwa 210.000 Menschen, das Einzugsgebiet reicht jedoch über die Landesgrenzen in den südostbayerischen und den oberösterreichischen Raum. Die Stadt Salzburg ist das Zentrum der Euregio Salzburg – Berchtesgadener Land – Traunstein.

Die Stadt wird auch oft Mozartstadt genannt, weil Wolfgang Amadeus Mozart hier geboren wurde und mehr als die Hälfte seines kurzen Lebens hier verbrachte. Mit der ausdrücklichen Nennung eines erzbischöflichen Stadtrichters (urkundlich zuerst 1120/30) ist Salzburg die älteste Stadt im Gebiet des heutigen Österreich. Salzburg besitzt vor allem mit der Altstadt und dem Raum um Schloss Hellbrunn eine besonders lange kulturelle Tradition. Hier finden sich u.a.:

der älteste Straßentunnel Österreichs (Sigmundstor),
der größte erhaltene historische Wehrbau Mitteleuropas (Festung Hohensalzburg),
der älteste mittelalterliche Wasserstollen Mitteleuropas (Almkanal),
die weltweit älteste erhaltene Standseilbahn (Reißzug),
die weltweit besterhaltenen Renaissance-Wasserspiele (Wasserspiele Hellbrunn)
die weltweit älteste erhaltene Allee (Hellbrunner Allee).

Geografie
Die Stadt Salzburg liegt im Salzburger Becken (25 km nördlich des Tennengebirges). Die Stadt ist wesentlich durch die Salzach und die unbebauten Stadtberge geprägt, welche die Innenstadt Salzburgs zu einer der grünsten Europas machen. Zu den inneren Stadtbergen gehören Festungsberg (mit der Festung Hohensalzburg), Mönchsberg, Rainberg und Kapuzinerberg (samt dem Bürglstein). Im Süden der Stadt liegen Hellbrunner Berg und Morzger Hügel, im Ortszentrum von Altliefering der Grafenhügel.

Im Südwesten der Stadt befindet sich der sagenumwobene 1.853 m hohe Untersberg, im Südosten der 1.288 m hohe Gaisberg. In Richtung Osten ist es nicht weit ins Salzkammergut. Nach Norden ist das Salzburger Becken offen. Auwälder schließen ins Stadtgebiet hineinreichend an die Salzach, woran sich die die sanfte Hügellandschaft des Flachgaus mit dem Plainberg anschließt, auf dem sich Kalvarienbergkapellen und als Krönung die Wallfahrtsbasilika Maria Plain befindet. Der Plainberg bietet einen guten Blick über Salzburg. Im Nordwesten grenzt das Stadtgebiet Salzburg an den Freistaat Bayern, die Saalach bildet hier die Grenze zur Nachbarstadt Freilassing im Landkreis Berchtesgadener Land.


Stadtgliederung und Stadtteile
Salzburg ist heute in 14 Katastralgemeinden aufgeteilt: Salzburg, Maxglan, Morzg, Gnigl, Itzling, Aigen, Liefering und Leopoldskron, sowie randlich Gaisberg, Heuberg, Bergheim, Hallwang, Siezenheim und Wals. Die letztgenannten wurden als Gemeinden nur teilweise eingemeindet und finden sich daher auch in benachbarten Gemeinden als eigene Katastralgemeinden. Die Stadt gliedert sich in gut 20 Stadtteile, zu denen am Stadtrand noch neuere Siedlungskerne hinzugezählt werden können.

Im Jahr 1935 stieg die Bevölkerung sprunghaft durch einige Eingemeindungen von 40.232 auf 63.275 Einwohner an. In der Nachkriegszeit erlebte Salzburg abermals einen großen Bevölkerungszuwachs, viele Kriegsflüchtlinge, vor allem Volksdeutsche fanden hier eine neue Heimat. Auch für die amerikanischen Besatzungssoldaten wurde neuer Wohnraum (vor allem in der General-Keyes-Siedlung) geschaffen, der nach dem Abzug der Besatzungsmacht ebenfalls von den - zuvor in Baracken lebenden - Kriegsflüchtlingen genutzt werden konnte. Seit etwa 1950 darf sich Salzburg mit dem Überschreiten der 100.000-Einwohner-Marke Großstadt nennen, und im Jahr 2006 hatten bereits 150.000 Menschen ihren Hauptwohnsitz in Salzburg. Im Jahr 2007 sind es 150.269 Einwohner. In der Agglomeration Salzburg leben in etwa über 210.000 Menschen.


Kleines Deutsches Eck und Euregio Salzburg – Berchtesgadener Land – Traunstein
Durch die besondere geografische Lage ist Salzburg verkehrstechnisch und wirtschaftlich mit den bayerischen Landkreisen Berchtesgadener Land und Traunstein verzahnt. So führt die kürzeste Straßenverbindung zu den Städten und Gemeinden des Pinzgaus über das so genannte Kleine Deutsche Eck (Salzburg - Bad Reichenhall - Lofer), wirtschaftlich sind insbesondere Freilassing und Bad Reichenhall mit Salzburg verbunden. Seit 1995 bildet die Euregio Salzburg – Berchtesgadener Land – Traunstein eine politische Einheit dieses Ballungsraums mit etwa 700.000 Bewohnern.

Geschichte
Anfänge und frühes Mittelalter
Seit der Jungsteinzeit ist das Gebiet der Stadt Salzburg besiedelt (Rainberg, Festungsberg, Kapuzinerberg, Klessheimer Allee, Liefering-Rott, Hellbrunnerberg). In keltischer Zeit kamen außerdem Siedlungen am Bürglstein, in Parsch, Gnigl u. Maxglan dazu. 15 v. Chr. wurden die Einzelsiedlungen durch eine Stadt am Salzachufer abgelöst, Iuvavum. 45 n. Chr. erhielt die Stadt das Munizipalrecht.

Aus dem 5. Jahrhundert n. Chr. ist ein Kloster bezeugt. Bischof Rupert von Salzburg erhielt die Reste der alten Römerstadt vom Herzog von Bayern 699 geschenkt, um das Land zu missionieren, und wählte das erneuerte Kloster St. Peter als seinen Stützpunkt. Der Name „Salzburg“ ist 755 erstmals nachweisbar. 739 wurden Salzburg Bischofssitz, 774 der erste Salzburger Dom fertig gestellt. Am 20. April 798 wurde Salzburg von Papst Leo III. auf Bitten des Frankenkönigs Karl des Großen zum Erzbistum erhoben, als Kirchenprovinz umfasste sie fast das gesamte altbairische Stammesgebiet, d.h. Niederbayern, Oberbayern und die Oberpfalz, sowie einen Großteil des heutigen Österreich.


Hoch- und Spätmittelalter
Die Stadt Salzburg gehörte danach zum ostfränkischen Reich, das später in Heiliges Römisches Reich umbenannt wurde und sich seit dem 15. Jh. Heiliges Römisches Reich Deutscher Nation nannte.

Die Festung Hohensalzburg wird 1077 durch Erzbischof Gebhard begonnen, aber erst von seinen Nachfolgern beendet. Da Gebhard 1076 im Investiturstreit auf Seiten des Papstes und 1077 auf Seiten des Gegenkönigs Rudolf von Schwaben stand, wurde der Erzbischof nach Beendigung des Streits wegen Untreue von Heinrich IV. vertrieben.

Nach der Reichsacht, die Friedrich Barbarossa 1166 über Salzburg verhängt hatte, da Erzbischof Konrad II. von Babenberg die Herrschaft Salzburgs ohne die kaiserlichen Belehnung antrat, wurde die Stadt von den kaiserlichen Getreuen, den Grafen von Plain, in der Nacht vom 4. auf den 5. April 1167 weitgehend zerstört. 1168 wurde erst Adalbert III. von Böhmen, Neffe von Friedrich, zum Erzbischof gewählt, aber da er nicht um die nötigen Regalien bat, wurde er 1174 vom Regensburger Reichstag wieder abgesetzt und am 26. Juni der bisher in Berchtesgaden als Fürstpropst tätige Heinrich I. zum Gegenerzbischof gewählt, der allerdings nicht vom Papst bestätigt wurde. Mit dem Frieden von Venedig 1177 mussten sowohl Heinrich I. als auch Adalbert III. auf den Sitz verzichten und für Konrad III. von Wittelsbach Platz schaffen. Nachdem Konrad jedoch 1183 wieder als Erzbischof nach Mainz berufen wurde, konnte Adalbert III. den Salzburger Sitz wiedererlangen und bis zu seinem Tode halten.

Erzbischof Eberhard II., einem entschiedenen Parteigänger der Staufer, gelang es zwischen 1200 bis 1246, aus Grafschaften, Gerichten und Vogteien ein geschlossenes erzbischöfliches Herrschaftsgebiet aufzubauen. 1275 wurde Salzburgs westliche Grenze (Rupertigau) zum Chiemgau durch den Landshuter Herzog bestätigt. Salzburg wurde nun immer einflussreicher. Seit der Schlacht von Mühldorf 1322 war Salzburg mit dem Mutterland Bayern verfeindet.

1328 wurde Salzburg mit dem Erlass einer eigenen Landesordnung durch den Erzbischof zum weitgehend selbständigen Staat innerhalb des Heiligen Römischen Reichs.

1348/49 fiel einer großen Pestwelle etwa ein Drittel der Gesamtbevölkerung Salzburgs zum Opfer.

1481 gewährte Kaiser Friedrich III. der Stadt Salzburg im großen Ratsbrief das Recht der freien Wahl des Stadtrats und des Bürgermeisters.

1511 beendete Erzbischof Leonhard von Keutschach die jahrelangen Auseinandersetzungen mit der Salzburger Bürgerschaft und den Ratsherrn der Stadt durch List und Gewalt: Er nahm Bürgermeister und Ratsherren gefangen, die nichtsahnend zu einem Bankett gekommen waren und erzwang den Verzicht aller städtischen Privilegien.

Während des Deutschen Bauernkriegs kam es 1525 bis in das darauf folgende Jahr zu einem dreimonatigem Aufstand der Bauern und Bergknappen in Salzburg, wobei die Festung von den Bauern belagert wird.


Salzburg im Barock
Residenzbrunnen, größter barocker Brunnen MitteleuropasZu Beginn des 17. Jahrhunderts gestaltete Erzbischof Wolf Dietrich von Raitenau die Stadt Salzburg als ideale und repräsentative Stadt neu, was der heutigen Altstadt von Salzburg ihr charakteristisches Aussehen gab. Als Baumeister für einen Neubau des Salzburger Dom, der 1598 zum achten Mal abgebrannt war, wurde zuerst Vincenzo Scamozzi berufen. Streitigkeiten mit den Bayern um Salz und Zölle veranlassten Wolf Dietrich dann, die reichsunmittelbare Fürstprobstei Berchtesgaden 1611 zu besetzen. Bayern besetzte daraufhin Salzburg und sorgte für die Wahl von Markus Sittikus als Nachfolger Wolf Dietrichs. Nach der Absetzung Wolf Dietrichs wurde als Architekt für den Dom der schweizer Meister Santino Solari beauftragt, der bis 1628 den heutigen vergleichsweise kleineren Dom fertigstellen konnte. (Die Domtürme wurden allerdings erst 1655 vollendet). Dem Nachfolger von Markus Sittikus, Paris von Lodron, gelang es durch eine kluge und vorsichtige Neutralitätspolitik, Salzburg aus dem Dreißigjährigen Krieg herauszuhalten.

Als Vorstufe zur Universität wurde 1617 ein Gymnasium eingerichtet, frühere Versuche scheiterten meist am Platzmangel. 1622 wurde aus dem Gymnasium die Universität Salzburg mit theologischer und philosophischer Fakultät. Diese Gründung war wesentlicher Teil der gegenreformatorischen Politik der Fürsterzbischöfe, sie sollte auch der besseren Ausbildung der Priester dienen.

Wenige Jahre nach dem Thesenanschlag Luthers war die Mehrheit der Bürger Salzburgs bereits dem Protestantismus gegenüber sehr aufgeschlossen. Die Unzufriedenheit der Bürger mit dem Absolutismus des Fürsterzbischofs Matthäus Lang von Wellenburg kam hinzu. Die Bauernkriege von 1525 offenbarten erneut die Sympatie vieler „Gewerken“ und Bürger dem Protestantismus gegenüber. Der Prediger Paulus Speratus (Paul Hoffer) nutzt sogar eine Gelegenheit in der Salzburger Franziskanerkirche im evangelischen Geist zu predigen. In der Stadt Salzburg hatten schon vor dem Jahr 1590 (fast) alle protestantische Familien das Land verlassen müssen. Kinder unter 15 Jahren (auch Säuglinge!) mussten dabei oft zurückgelassen werden und wurden unter katholischen Familien verlost. Erzbischof Leopold Anton von Firmian erließ schließlich 1731 gemeinsam mit seinem dogmatischen Hofkanzler Christani di Rallo das Emigrationspatent, das die Ausweisung von weiteren 20.000 Salzburger Protestanten (Salzburger Exulanten) anordnete. Im Spätherbst 1731 wurden zuerst 4000 „unangesessene“ Mägde und Knechte zusammengefangen und sofort deportiert. Im April 1732 wurden vor allem Handwerker- und Bauernfamilien des Landes verwiesen. Fast ein Viertel der Ausgewiesenen überlebten die mühsamen Märsche im Zuge der Vertreibung nicht. Erst 1740 und auf mehrmaliges Betreiben des preußischen Königs hin wurden die überlebenden Emigranten für den Verlust der Höfe teilweise entschädigt. Die Vertreibung entsprach zwar weitgehend dem „geltenden“ Reichsrecht, des „cuius regio, eius religio“ (Der Landesfürst bestimmte die Religion der Untertanen), die Umstände der Vertreibung (u.a. ohne Einhaltung der Fristen) - erregten aber europaweit Widerwillen. Vergleichsweise besser hatten es die Emigranten, die in Ostpreußen ankamen. Mittellose Bauern bekamen hier vom preußischen König ein Stück Land zur Verfügung, Handwerker konnten ihrem Gewerbe in den Städten ungehindert nachgehen. Auch noch zwischen 1732-1772 wurden landesweit „überführte“ Protestanten des Landes verwiesen. Goethes „Hermann und Dorothea“ geht auf eine Episode der Salzburger Emigration zurück. Für das Erzstift Salzburg hatte der hohe Bevölkerungsverlust durch die Vertreibung katastrophale wirtschaftliche Folgen. Erzbischof Andreas Rohracher sprach 1966 im Rahmen eines Festaktes sein tiefes Bedauern über die Vertreibung aus und setzte sich für gegenseitige Achtung und Liebe ein.


Plakette am Geburtshaus Mozarts
Der Komponist Wolfgang Amadeus Mozart wurde 1756 in der Stadt Salzburg geboren und stand von 1769 bis 1781 in Diensten der Fürsterzbischöfe.

1772 bis 1803, während der Regierungszeit von Erzbischof Hieronymus Franz Josef Colloredo von Wallsee und Mels, wurde Salzburg zum Zentrum der Spätaufklärung. Das Schulwesen wurde nach österreichischem Vorbild reformiert und zahlreiche Wissenschafter und Künstler nach Salzburg gerufen.


Salzburg nach der Säkularisation
Mit dem Reichsdeputationshauptschluss erlosch die weltliche Herrschaft der Erzbischöfe von Salzburg. 1803 kam Salzburg als säkularisiertes Kurfürstentum vereint mit Freising und Passau an den Großherzog Ferdinand III. von Toskana und erhielt sogar die Kurwürde; 1805 wurde es zusammen mit Berchtesgaden dem neuen Kaiserreich Österreich zugeschlagen; 1810 wurde es wieder Teil von Bayern. 1816 (nach dem Wiener Kongress) fiel Salzburg ohne Berchtesgaden und dem westlichen Flachgau (Rupertiwinkel) an Österreich. Der größte Teil wurde dabei an Oberösterreich, ein kleinerer Teil (Raum um Matrei, Zillertal) an Tirol angegliedert. Der Landesname Salzburg verschwand so von der Landkarte. 1850 wurde der oberösterreichische Teil von Salzburg aber wieder ein selbstständiges österreichisches Kronland im Rang eines Herzogtums und erhielt eine Statthalterei.

1860 wurde begonnen die Stadtbefestigungen abzureißen (v.a. um Flussbausteine für die Salzachbegradigung zu erhalten), die Flächen jenseits der Festungswerke wurden bebaubar, die Stadt konnte sich nun weiter ausdehnen. 1886 wurde das erste Teilstück der Salzburger Straßenbahn errichtet und in Betrieb genommen. 1919 fanden erstmals Wahlen nach allgemeinem Wahlrecht statt. 1921, am 29. Mai, ergab eine Volksabstimmung eine breite Mehrheit für den Anschluss von Deutschösterreich und damit auch der Stadt Salzburg an das republikanische Deutsche Reich.


Salzburger Synagoge, wiederhergestellt
NS-Zeit und Zweiter Weltkrieg
Unter der NS-Diktatur kam es am 30. April 1938 auf dem Residenzplatz zur Bücherverbrennung und zu Verhaftungen von Juden und politischen Gegnern. Am 9. November, im Rahmen der so genannten "Reichskristallnacht", wurde die Salzburger Synagoge zerstört.

Am 1. Juli 1949 wurde nach neunjähriger Bauzeit die neue Staatsbrücke dem Verkehr übergeben. Am 31. Oktober 1953 wurde auf Wunsch der Besatzungsmacht das letzte Teilstück der Straßenbahn eingestellt und durch den O-Bus ersetzt. Am 15. Juli 1957 wurde mit dem 16-stöckigen Hotel Europa das bis heute höchste Haus Salzburgs eröffnet. Bis heute reichen die Meinungen der architekturkritischen Salzburger über dieses Gebäude von einem „Schandfleck der Fünfziger“ bis zu einem „schützenswertem Zeitdokument“. Am 1. Mai 1959 fand der erste Gottesdienst im wiederhergestellten Dom statt.

Am 5. Juli 1962, nach einer mehr als 150-jährigen Unterbrechung, konnte die Universität Salzburg mit einer (katholisch-)Theologischen und einer Philosophischen Fakultät wieder errichtet werden. Die Philosophischen Fakultät entwickelte sich bald zur Geisteswissenschaftlichen und später zur Kultur- und Gesellschaftswissenschaftliche Fakultät. Bald schon entstand auch die juridische Fakultät. Am 29. Juli 1963 wurde das umgebaute Kleine Festspielhaus wieder eröffnet. Ein Großteil der historischen Altstadt auf beiden Seiten der Salzach sind seit dem 9. Juli 1973 Fußgängerzone, wobei allerdings viele Ausnahmegenehmigungen bestehen. Am 3. Oktober 1986 wurde die Naturwissenschaftliche Fakultät im Süden der Stadt eröffnet.

Am 23. Juni 2001 wurde das neue Kongresshaus eröffnet. Im Oktober 2003 nahm die Paracelsus Medizinische Universität als erste ”Private Medizinische Universität” Österreichs ihren Betrieb auf.

Das Hauptportal des Doms
Sehenswürdigkeiten
Die gesamte Altstadt wurde einschließlich der Bergstraße in der Linzergasse, der Neustadt mit dem Äußeren Stein, dem Inneren Nonntal, dem Inneren Mülln, dem Mönchsberg und dem Kapuzinerberg am 5. Dezember 1996 von der UNESCO in die Liste des Weltkulturerbe aufgenommen und ist in ihrer Gesamtheit einzigartig. Weltweit einzigartig ist auch Schloss Hellbrunn mit seinem Schlossgarten, den Wasserspielen und dem Landschaftsgarten um die alte Hellbrunner Allee. Sehenswert sind auch die historischen Kirchen der einstigen Vororte, besonders die Pfarrkirchen von Morzg, Liefering, Maxglan, Gnigl und Aigen.


Berühmte kirchliche Bauwerke
Salzburger Dom, 1614-28 neu errichtet, erste Barockkirche nördlich der Alpen
Stift Sankt Peter, ältestes bestehendes Kloster im deutschen Sprachraum (mit Peterskirche)
Benediktinen-Frauenstift Nonnberg, das weltweit älteste dauernd bestehende Frauenkloster
Kollegienkirche, besonders bedeutend, Hauptwerk des Architekten Fischer von Erlach
Franziskanerkirche
Michaelskirche
Bürgerspitalskirche
Kajetanerkirche
Markuskirche
Erhardkirche in Nonntal
Pfarrkirche Mülln
Sebastianskirche
Dreifaltigkeitskirche.
Imbergkirche
Blick vom Mönchsberg auf die Festung Hohensalzburg und auf die Salzburger Altstadt

Berühmte Profanbauten, Plätze und Gassen der Altstadt
Weitere Besonderheiten sind: die Alte Residenz, die Neue Residenz mit dem Glockenspiel in dem sich heute das Salzburg Museum Carolino Augusteum befindet, die Alte Universität mit Saecellum und Großer Aula, das Rathaus, der Hofmarstall (Festspielhaus) mit Felsenreitschule mit der Marstall-Pferdeschwemme, das Sigmundstor (ältester Straßentunnnel Mitteleuropas). In der zentralen Getreidegasse, die für den Handel schon früh eine wichtige Rolle spielte, steht das Geburtshaus von W. A. Mozarts. Weitere bekannte Straßen und Plätze der historischen Altstadt sind der Domplatz mit der Mariensäule, Kapitelplatz und Kapitelgasse mit der Kapitelschwemme, der Residenzplatz mit dem marmornen Residenzbrunnen, der Mozartplatz mit dem Mozartdenkmal, der Waagplatz, sowie der Alte Markt mit dem Florianibrunnen die Sigmund-Haffner-Gasse und der angrenzende kleine Rathausplatz. Auch die Kaigasse und Krotachgasse sowie die Pfeifergasse mit dem umgebenden Kaiviertel in der Altstadt sowie die Steingasse und die Linzergasse auf der Neustadtseite haben ihren historischen Charakter bewahrt. Auch die Griesgasse (zwischen Anton-Neumayr-Platz und Staatsbrücke) die Judengasse und die Herrengasse haben die eine wichtige Bedeutung.


Burgen und Schlösser
Festung Hohensalzburg, größte erhaltene Burg Mitteleuropas, Baubeginn während Investiturstreit 1077
Schloss Mirabell
Schloss Aigen
Schloss Leopoldskron
Johannesschlössl, Marketenderschlössl, Schloss Mönchstein auf dem Mönchsberg
Franziskischlössl auf dem Kapuzinerberg
Schloss Arenberg, Schloss Elsenheim, Schloss Fürberg am Südfuß des Kapuzinerberges
Schloss Neuhaus am Kühberg

Schlösser im Landschaftsgarten Hellbrunner Allee
Schloss Freisaal
Kayserburg
Schloss Fronburg
Schloss Herrnau
Lasserhof (Rupertihof, „Gwandhaus“)
Schloss Emsburg
Schloss Emslieb
Schloss und Park Hellbrunn (in diesem Wasserspiele Hellbrunn, Monatsschlössl und Steintheater)

Schlösser in unmittelbarer Stadtnähe
Schloss Anif
Schloss Klessheim
Schloss Glanegg

Öffentliche Parks
Schloss Mirabell mit MirabellgartenMirabellgarten samt Heckentheater, Zwergelgarten und Bastionsgarten
der angrenzende Kurgarten in der (Salzburg) Neustadt
Schlosspark Hellbrunn
Lehener Park
Volksgarten in Parsch
Preuschenpark in Aigen-Abfalter
Donnenbergpark in Nonntal
Baron-Schwarz-Park in Schallmoos
Dr.-Hans-Lechner-Park in Schallmoos
Minnesheimpark in Gnigl
Erholungsgebiet Salzachsee nächst der Salzachseesiedlung
Stölzlpark in Maxglan-Burgfried

Stadtrundfahrten und Stadtführungen
Touristen finden in Salzburg ein breites Angebot and Stadtrundfahrten und geführten Stadtrundgängen. Eine der bekanntesten Stadtrundfahrten ist die "Sound of Music Tour". Daneben besteht aber etwa auch eine Mozart-City-Tour, eine Weltkulturerbe-Tour, eine Salzburg-Info-Tour, und eine Große Stadtrundfahrt.


Kultur
Musikstadt Salzburg
Schon unter Erzbischof Arn bestand im Austausch mit Gelehrten um Karl den Großen eine frühe Musiktradition. 870 erbat Papst Johannes VIII. angesichts des Rufes Musikstadt Salzburg den Erzbischof um eine Orgel samt Organisten für den Dienst im Vatikan. Unter Fürsterzbischof Eberhard II. wirkte hier Neidhart von Reuental, 1424 weilte hier Oswald von Wolkenstein bei Eberhard III.. Unter Pilgrim II. von Puchheim lebte am Salzburger Hof der Mönch von Salzburg, dessen volksliedhafte geistliche und weltliche Lieder bis heute Kraft und Wirkung bewahrt haben.

Veranstaltungen
Salzburger Festspiele, die jährlich im Sommer stattfinden
Osterfestspiele, 1967 von Herbert von Karajan als Ergänzung zu den Festspielen gegründet
Internationale Stiftung Mozarteum mit "Mozartwoche Salzburg", "Zyklus Junge Künstler" u.a.
Salzburger Landestheater
Konzerte der Salzburger Kulturvereinigung
Salzburger Marionettentheater
Salzburger Festungskonzerte
Salzburger Schlosskonzerte
Salzburger Bachgesellschaft
Salzburger Adventsingen
Salzburger Hofmusik
Salzburger Jazz-Herbst
aspekte Salzburg, internationales Festival für zeitgenössische Musik
ARGE-Kultur Salzburg
Rockhouse
Jazzit
Akkorde - On - Stage Salzburg

Konzertsäle
Großes Festspielhaus und Felsenreitschule
Haus für Mozart, ehemals Kleines Festspielhaus
Großer Saal und Wiener Saal des Mozarteums
Großer Saal und Yamaha Saal im Orchesterhaus des Mozarteum Orchester Salzburg.

Hier lebten auch Johannes Freumbichler, dessen literarischen Werke erst durch seinen ebenfalls lange in Salzburg lebenden Enkel Thomas Bernhard weiter bekannt wurde, die Lyrikerin Erna Blaas, sowie die christlich geprägten Autoren Joseph August Lux und Georg Rendl. Gerhard Amanshauser und sein Sohn Martin Amanshauser sind durch Gedichte und Romane bekannt.

Heute prägt das Literaturgeschehen wesentlich auch das Literaturhaus Salzburg mit seinem Sitz im Eizenbergerhof in Lehen. Das Literaturhaus versteht sich dabei als Vermittler anspruchsvoller Gegenwartsliteratur. Im Eizenbergerhof arbeiten auch erostepost, Autorenversammlung, prolit & Edition Eizenbergerhof, Salzburger Autorengruppe, Salzburger Literaturforum Leselampe mit der Literaturzeitschrift SALZ. Die vielfältige Literaturgeschehen wird vom Salzburger Literaturarchiv verwaltet, das 1977 von Adolf Haslinger gegründet worden war.


Schauspielbühnen
Schauspielhaus Salzburg, ehemals Elisabethbühne
Salzburger Straßentheater
Toihaus
Kleines Theater
republic der SZENE Salzburg
Das Oval, Bühne im Europark

Bildende Kunst
Malkunst
Die Malerei des Mittelalters in Salzburg ist wesentlich vom Mönchstum geprägt. Das Antiphonar des Klosters St. Peter, (heute Österreichische Nationalbibliothek) ist eine der bedeutendsten Leistungen der mittelalterlichen Buchmalereien im Alpenraum, hier entstanden auch viele weitere Arbeiten romanischer und gotischer Buchmalerei von europäischem Rang. Bedeutend sind die hochmittelalterlichen Fresken im Kloster Nonnberg. Hier hat sich auch ein gotisches Glasfenster erhalten (Clanerfenster. Namhafte Künstler der Spätgotik sind die Salzburger Bürger Rueland Frueauf und Conrad Laib. Der erste im Salzburg der frühen Neuzeit bekannte Maler war wohl Hans Bocksberger. Von ihm stammen so viele Ansichten der frühneuzeitlichen Stadt Salzburg, aber auch von dessen Regensburger Zeitgenossen Albrecht Altdorfer sind Bilder der Stadt erhalten. Die ersten und bekanntesten Barockmaler im süddeutsch-österreichischen Raum waren der Salzburger Johann Michael Rottmayr (Residenzgemälde, Gemälde der Kajetanerkirche und Dreifaltigkeitskirche) und Martino Altomonte (eigentlich Martin Hohenberg: Residenzgemälde) Der dritte bedeutende Maler dieses Raumes war der Paul Troger, der Hochaltarbild und Kuppelfresko der Kajetanerkirche malte, sein Deckenfresko der Sebastianskirche ging leider verloren. In der Romantik erfolgte die „Wiederentdeckung“ Salzburgs maßgeblich durch Maler. Vor allem waren Ferdinand Olivier und auch Adrian Ludwig Richter, später zudem Johann Fischbach tief beeindruckt von der Ästhetik der prunkvollen aber oft leicht modrig wirkenden Stadt und ihrer umgebenden Landschaft. Ihre Bilder verklärten Salzburg und schufen gemeinsam mit Reiseschriftstellern die frühe Grundlage für den aufkommenden Fremdenverkehren. Auch Andreas Nesselthaler, Rudolf von Alt und Hubert Sattler malten Landschaftsbilder der Stadt und ihrer Umgebung. In dieser Zeit wirkte auch der in Salzburg geborene Hans Makart, dessen üppige Bilder großen Einfluss auf die jüngere Malergeneration ausübte.

Nach dem Ersten Weltkrieg wirkte in Salzburg Anton Faistauer, der in der Morzger Kirche und im Salzburger Festspielhaus großflächige Freskos schuf und zudem ungezählte Ölgemälde. Oskar Kokoschka gründete nach dem Zweiten Weltkrieg auf der Festung Hohensalzburg die bekannte Internationale Sommerakademie für Bildende Kunst in Salzburg. In Salzburg lebten und wirkten auch die Maler Eduard Bäumer und Wilhelm Kaufmann.


Bildhauerkunst
Die mittelalterliche Bildhauerkunst war auch in Salzburg fast durchwegs sakral. Namhafte Bildhauer der Spätgotik in Salzburg waren Michael Pacher und Veit Stoß. Michael Pacher schuf für die Salzburger Franziskanerkirche einen der größten und schönsten Flügelaltäre Mitteleuropas, von dem aber nur die Madonnaskulptur erhalten ist. Aus der Schule von Veit Stoß stammt der kleine Flügelaltar der Johanniskapelle am Nonnberg. Die darstellungsfreudige Barockzeit gab den Künstlern vielfältige Aufgaben. Der namhafteste Bildhauer der Barockzeit in Salzburg war dabei Bernhard Michael Mandl, der in angeregt von italienischen Künstlern hier eigenständige Skulpturen schuf, vor allem den Rossebändiger der Marstallschwemme sowie Peter und Paul vor der Fassade des Domes. Die Kunst des frühen 18. Jahrhunderts wurde in Salzburg von Georg Raphael Donner geprägt, zu dessen Frühwerken die Marmorstiege im Schloss Mirabell zählt. Damals wirkten hier auch Sebastian Stumpfegger, Johann Georg Hitzl, und Anton Pfaffinger. Die barocke Formensprache wurde über das Rokoko vielfach bis ins frühe 19. Jahrhundert weitertradiert, als Johann Baptist Hagenauer hier seine bekannten Werke schuf (Marienstatue am Domplatz, künstlerische Ausgestaltung des Sigmundstores etc.). Ein Salzburger Künstler des Spätklassizismus ist Johann Piger. Unter den Künstlern des 20. Jahrhunderts sticht mit seinen Skulpturen in Salzburg vor allem Giacomo Manzu heraus.


Architektur
Romanische und gotische Architektur
Die romanischen und gotischen Kirchen und die frühen Klosterbauten prägten lange die mittelalterliche Stadt und ihre Fachwerkhäuser. Der unter Bischof Konrad III. erbaute kunstvolle dreischiffige Konradinische Dom war die damals größte Basilika nördlich der Alpen. Der Hallenchor der Franziskanerkirche begonnen von Hans Steinmetz von Brughausen und vollendetdurch Stephan Krumenauer bist bis heute das bedeutendste Werk süddeutscher Bürgergotik. Erst gegen Ende der Gotik entstehen in Salzburg die Stiftskirche Nonnberg, die Margarethenkapelle im Petersfriedhof und die Georgskapelle sowie die bekannten herrschaftlichen Säle im Hohen Stock auf der Festung Hohensalzburg.


Architektur der Renaissance- und Barockzeit
Wolf Dietrich von Raitenau begann inspiriert von Vincenzo Scamozzi mit dem Umbau der mittelalterlichen Stadt in eine nach architektonischen Idealen der Spätrenaissance geprägten Stadt, dem "deutschen Rom". Der vorgesehene gewaltige Dombau von Vincenzo Scamozzi kam zwar bedingt durch den Sturz des Fürsterzbischofs nie zur Ausführung, wohl aber Residenzplatz sowie die umgebaute alte Residenz mit der Dietrichsruh und die Neue Residenz. Der folgende Dombau unter Leitung von Santino Solari ist aber ebenfalls bedeutend. Er ist das erste frühbarocke Kirchenbau in Salzburg. Er wurde bahnbrechend für eine Vielzahl weitere Kirchenbauten im süddeutsch-österreichischen Raum. Markus Sittikus und Paris Lodron setzten den Umbau der Stadt mit bedeutenden Werken fort (Lustschloss Hellbrunn mit den Wasserspielen und dem herrschaftlichen Park, Fürstenresidenz, Universität, Festungsgürtel der Stadt etc.) Giovanni Antonio Daria leitete im Auftrag von Guidobald von Thun den Bau des großen Residenzbrunnens. Giovanni Gaspare Zuccalli schuf im Auftrag des gleichen Erzbischofs die Erhardkirche und die Kajetanerkirche im Süden der Altstadt. Vollendet wurde die Neugestaltung der Stadt von Johann Bernhard Fischer von Erlach unter dem „Stifter“ Fürsterzbischof Johann Ernst von Thun, die als Meisterwerke des deutschen Barocks gelten: durch Schloss Klessheim und verschiedene bedeutende Kirchenbauten: die St. Johannskirche, die Dreifaltigkeitskirche, die Ursulinenkirche und als Krönung die Kollegienkirche. Fürsterzbischof Franz Anton von Harrach ließ vom bedeutenden Baumeister Lucas von Hildebrandt das Schloss Mirabell und Teile der Residenz in hochwertiger Architekur neu gestalten. Nach Ernst Thun erlahmte allerdings der weitere Ausbau der Stadt. So besitzt die Stadt Salzburg keine Kirche im Stil des Rokoko. Sigismund Graf Schfrattenbach setzte mit dem Bau des Sigmundstores und der Marienstatue am Domplatz durch die Brüder Hagenauer einige neue Impulse. Mit der Aufteilung des früheren Fürsterzbistums Salzburg an Oberösterreich, Bayern (Rupertigau) und Tirol (Zillertal, Matrei) begann eine lange Zeit des städtebaulichen Stillstands. Erst in der Gründerzeit wurde die Stadt wieder neu belebt. Die Baumeisterdynastie Jakob Ceconi und Baron Karl von Schwarz hatten dabei wesentlichen Anteil an der damaligen Ausgestaltung der Stadt.


Moderne Architektur
In der Altstadt ist ohne Verlust des geschlossenen historischen Gesamtensembles eine aussagestarke moderne Architektur kaum umsetzbar. In den letzten Jahren entstanden dagegen außerhalb der Altstadt große und dominante moderne Bauwerke. Das Gebäude der Naturwissenschaftlichen Fakultät, am Rand des Grünraumes von Freisaal in Nonntal errichtet, ist mit seiner hohen Halle und dem ebenso hohem Wintergarten ein Kontrast innerhalb der Familie der Universitätsgebäude. Die große vorgegebene Baumasse wird kleingliedrig und funktionell ausgestaltet. Der historische Grünraum von Freisaal wird durch einen gebäudeseitige architektonisch gestalteten und freiraumseitig naturnah gestalteten Teich und durch weitere Außengestaltungselemente in die Architektur organisch miteinbezogen. Der aufwändige Glasbau des Hangar 7 am Flughafen Salzburg dient Dietrich Mateschitz und seinen Flying Bulls als öffentlich zugängliche "Schatztruhe". Der auch außen mit schwingenden Linien auffällig gestaltete Europark in Taxham hat seit seiner Erweiterung 2004/05 mit dem Oval auch einen Saal für Theater und Kino sowie eine organische Innengestaltung mit Passagen und Ruheräumen. Das Museum der Moderne Salzburg, an der Felskante des Mönchsberges gelegen, fügt sich trotz seiner dominanten Lage und der modernen Form in eher schlichter Weise die Altstadt ein. Die Heizkraftwerke Mitte und Nord der Salzburg AG wurden zur Jahrtausendwende neu gestaltet. Direkt an der Salzach gelegen, ist das Heizwerk Mitte mit seinen hohen Türmen und großen dunklen und glatten Flächen weithin sichtbar. Das Heizkraftwerk Nord ist ein Beispiel für zeitgemäße Industrie-Architektur in Salzburg. Weithin sichtbar sind der 70 Meter hohe Kamin und die schwingend gestalteten, mit Metallplatten verkleideten Lagertanks für das Heizöl. Dieser Bau des Architektenteams Marie-Claude Beatrix, Eraldo Consolascio und Eric Maier wurde mehrfach ausgezeichnet. Die Österreichzentrale der Bausparkasse Wüstenrot in der Alpenstraße wurde 2005 von der Gruppe TSB Architekten mit einer netzartig vorgesetzten kupferfarbenen Fassade neu gestaltet. Die Salzburg AG hat 1995 ihre neue viergeschossige kompakt wirkende Zentrale (135.000 Kubikmeter Bruttorauminhalt) um einen Innenhof konzipiert an der Vogelweiderstraße in Schallmoos fertiggestellt. Sie besitzt einen künstlichen 27 Meter breiten "Wasserfall" und ein zugehöriges 1500 Quadratmeter großes Wasserbecken, sowie angrenzend einen öffentlich begehbaren kleinen Park. Das Europa Hotel ist mit 58.0 m Höhe das höchste Gebäude der Stadt Salzburg.


Museen
Salzburg Museum Carolino Augusteum (SMCA) in der Neuen Residenz mit den dazugehörigen Museen:
Panorama-Museum für das Sattler-Panorama , Volkskundemuseum, Festungsmuseum, Domgrabungsmuseum und Spielzeugmuseum.
Haus der Natur Salzburg
Salzburger Freilichtmuseum (in Großgmain bei Salzburg)
Dommuseum Salzburg
Museum der Moderne Salzburg mit seinen beiden Standorten am Mönchsberg und im Rupertinum

Kino und Film
1921 stellte die Salzburger Stiegl-Brauerei in Maxglan landwirtschaftliche Gebäude der eben gegründeten „Salzburger-Kunstfilm“ zur Verfügung. Dort errichtete die junge Filmproduktionsgesellschaft ein Labor und ein Filmatelier. Es wurde sogleich der Dokumentarfilm „Die Festspiele 1921“ hergestellt. Der erste Spielfilm „Die Tragödie des Carlo Prinetti“ hatte am 29. Jänner 1924 in Wien Premiere. Ein zweiter sollte nie erfolgen, da die Unternehmung mit Sitz im Hotel „Österreichischer Hof“ schon 1925 – mitten in der schwersten Krise des österreichischen Stummfilms – Konkurs eröffnete. Das Maxglaner Kino war zu seiner Zeit das zweitgrößte Kino Österreichs außerhalb der Bundeshauptstadt Wien.

Das Mozartkino in der Altstadt wurde 1905 im Hotel Kasererbräu eingerichtet und zog seitdem mehrfach im Gebäude um. Zuletzt wurde das Kino 1987 erweitert, wobei ein Brunnen aus römischer Zeit gefunden wurde, der im heute im Salzburger Museum Carolino Augusteum ausgestellt ist. Römische Mauerreste sind im „Römersaal“ des Kinos sichtbar. Der Vorläufer des Elmo Kino entstand 1947 im Turnsaal der Volksschule Plain, nur wenige hundert Meter vom heutigen Standort an der Lehener Brücke entfernt. 1949 bauten Alfred und Else Morawetz ein neues Gebäude mit einem Saal mit 1000 Sitzplätzen. 1977 kam ein zweiter Saal hinzu, vier Jahre später nochmals zwei Säle und seit den 1980er sind es fünf, der größte mit 435 Sitzen. Das Programm umfasst Familien- und Nischenfilme. Die anderen Kinos sind:

Das Kino (Salzburger Filmkulturzentrum) am Äußeren Stein, hat seinen Schwerpunkt auf Kulturfilme und Retrospektiven. Jeden Herbst veranstaltet es das Bergfilm-Festival.
Cineplexx Airport in der Nähe des salzburger Flughafens.
Cineplexx City am Hauptbahnhof, 2001 eröffnet.


Salzburg ist wie keine andere Landeshauptstadt geprägt durch die katholische Kirche. Dafür ist nicht zuletzt die Tatsache verantwortlich, dass es bis zum Beginn des 19. Jahrhunderts, also bis zum Ende das Fürsterzbistums Salzburg keine Trennung von Kirche und Staat gab. Die Schwierigkeiten etwa der evangelischen Gemeinde, der jüdischen Gemeinde und der Wiedertäufer und besonders die Protestantenvertreibung zeugen davon. Noch heute dominieren zahlreiche Kirchtürme das Bild der Stadt, die einmal die Bezeichnung „Das nördliche Rom“ trug. Während das 18. und vor allem das 19. Jahrhundert erste Möglichkeiten für das Aufleben nichtkatholischer Glaubensgemeinschaften brachte, kam es in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts, wesentlich bedingt durch Krieg, Vertreibung und Migration zu einer größeren Vielfalt an verschiedenen Religionen.

 

 


Sport
Sportliche Großveranstaltungen gibt es in der Festspielstadt bisweilen nur wenige, der Salzburg-Marathon fand erstmalig 2005 statt und führt auch durch die Altstadt. Die Straßen-Radweltmeisterschaft wurde 2006 in der Stadt Salzburg und deren Umgebung durchgeführt. An den vier Renntagen wohnten mehr als 330.000 Besucher diesem Großereignis bei, für die Organisation und Durchführung erntete die Stadt weltweit großes Lob. Während der Fußball-Europameisterschaft 2008 werden im EM-Stadion vor den Toren der Stadt drei Gruppenspiele stattfinden. Salzburg hatte sich für die Olympischen Winterspiele 2010 und 2014 beworben, konnte die Wahl aber jeweils nicht für sich entscheiden.

Kulinarische Spezialitäten
Mozartkugel
Salzburger Nockerln

Nachtleben
Das Nachtleben in der Stadt Salzburg spielt sich großteils in der Altstadt, speziell rund um den Anton-Neumayr-Platz und am Rudolfskai ab, wo neben Bierlokalen auch Irish Pubs und andere Ausgehmöglichkeiten existieren. Am Hauptbahnhof wurde in den letzten Jahren ein Urban Entertainment Center, das City Center (Salzburg), aus dem Boden gestampft, ebenso wie beim Airportcenter, dort findet man jeweils Diskotheken, Kinos und Bars.


Umwelt und Ökologie
In der Stadt Salzburg befinden sich 41 Naturdenkmäler, im wesentlichen alte stattliche Einzelbäume. Geschützte Landschaftsteile von überregionaler Bedeutung sind:

Hellbrunner Allee (samt umgebenden Baumbeständen besonders wertvoll,)
Kopfweiden am Almkanal (landesweit einzigartiger Baumbestand),
Felsensteppe am Rainberg (Trockenbiotop am Südhang),
Itzlinger Au (sehr naturnaher Wald),
Kühberg (sehr naturnaher Wald),
Naturwaldreservat Rainberg (sehr naturnaher Wald),
Naturwaldreservat Gaisberg (sehr naturnaher Wald),
Samer Mösl (gut erhaltener Moorrest),
Anifer Alterbach (äußerst naturnaher Bachlauf);
In der Stadt Salzburg befinden sich insgesamt 39 Geschützte Landschaftsteile, die aufgelistet unter dem Link Liste der geschützten Landschaftsteile der Stadt Salzburg zu finden sind. Die Landschaftsschutzgebiete in der Stadt Salzburg sind (neben dem nur marginal ins Stadtgebiet reichenden Plainberg-Schutzgiet):

Kapuzinerberg
Mönchsberg-Rainberg
Salzburg-Süd
Leopoldskroner Moos
Leopoldskroner Weiher
Salzachsee-Saalachspitz
Aigner Au
Das einzige Naturschutzgebiet der Stadt ist das Hammerauer Moor


Flughafen Salzburg
Salzburg verfügt mit dem W. A. Mozart Airport über den zweitwichtigsten Flughafen in Österreich, derzeit hält der Flughafen bei einer jährlichen Passagierzahl von 1.878.266, die Tendenz ist vor allem wegen des starken Wintertourismus in der Region stark steigend.

Durch Salzburg führt die Westbahn und somit stellt die Stadt einen wichtigen nationalen wie auch internationalen Bahnknoten dar, was den Hauptbahnhof Salzburg zu einem der meist frequentierten Bahnhöfe Österreichs macht. Von hier aus gelangt man auf Hauptstrecken einerseits in die Bundeshauptstadt Wien, andererseits über die Tauernbahn in Richtung Süden (Villach, Slowenien, Italien, Graz), über die Bahnstrecke München–Salzburg nach München, sowie nach Innsbruck. Zudem verkehren zahlreiche Züge der Deutschen Bahn nach Salzburg, so zum Beispiel eine InterCity Linie (Frankfurt - Salzburg), mehrere Eurocitys und Nachtzüge.

Der Knoten Salzburg die Autobahnen A1 (Wien - Salzburg), A8 (München - Salzburg) und die A10 (Salzburg - Villach), welche zusammen einen Halbring im Westen der Stadt bilden. Autobahnabfahrten zum Stadtgebiet sind: Salzburg Nord, Salzburg Messegelände, Salzburg Mitte, Salzburg Klessheim, Salzburg Siezenheim, Salzburg Flughafen, Salzburg West und Salzburg Süd. Ein Teil der A1 kann inzwischen als Stadtautobahn angesehen werden, mit Nebenwirkungen wie häufigen Stau, und eine großzügigere Umfahrungsmöglichkeit wird immer wieder angeregt.


Öffentlicher Nahverkehr
S-Bahnhaltestelle Salzburg-SamDie unter Fernverkehr beschriebenen, von Salzburg ausgehenden Bahnstrecken werden auch mit Regionalverkehr bedient und bieten den zahlreichen Pendlern eine Möglichkeit nach Salzburg zu gelangen. Zusätzlich gibt es noch weitere regionale Bahnstrecken die eine Zubringerfunktion zur Stadt erfüllen, wie etwa die Strecken „Salzburg - Freilassing - Berchtesgaden“, „Salzburg - Freilassing - Mühldorf“, „Salzburg - Bürmoos - Oberndorf“, „Salzburg - Bürmoos - Trimmelkam“ und „Steindorf - Braunau“.

Der wichtigste Nahverkehrsträger im Zentralraum Salzburg ist die S-Bahn Salzburg, welche sich auch immer mehr als innerstädtisches Verkehrsmittel etabliert und derzeit im Nordwesten der Stadt Richtung Freilassing erweitert wird. Ergänzend dazu sorgt ein gut ausgebautes Regionalbusnetz rund um die Stadt für Verbindungen aus dem Umland.

Im Stadtgebiet von Salzburg übernimmt seit 1940 der O-Bus mit einem der europaweit größten Obusnetze die größte Rolle im ÖPNV. Die Lücken im O-Bus-System und einige Strecken in die Peripherie wie z.B. nach Freilassing oder Siezenheim erschließen die Albus-Autobuslinien. Das Netz ist hauptsächlich sternförmig ausgerichtet, weshalb einige Querverbindungen fehlen, wird aber kontinuierlich erweitert.

Für Besucher der Stadt Salzburg mit PKW gibt es Park-and-Ride-Anlagen am Stadtrand (Autobahnabfahrten „Salzburg Süd“ und „Messegelände“). Von dort ist das Zentrum mit den öffentlichen Verkehrsmittel gut zu erreichen. Hingegen ist bei Anfahrt mit dem PKW in die Innenstadt mit längeren Stauzeiten und Problemen bei der Parkplatzsuche zu rechnen.


Nichtmotorisierter Verkehr
Eine wichtige und positive Rolle spielt in Salzburg das Fahrrad, der Anteil des Fahrrades am Gesamtverkehr liegt bei über 20%. Die Stadtverwaltung hat seit 1991 eine eigene Radverkehrskoordination. Besonders wichtig waren die Unterführungen für die Autoverkehrbrücken und den von Fußgängern stark genutzten Makartsteg. Auch wurden die Stege den Radfahrern angepasst und ermöglichen es über die Stege (ausgenommen den Mozartsteg) das Salzachufer zu wechseln. Entlang der Salzach sind parallel zu den Fußgängerwegen eigene Fahrradwege entstanden, die ebenfalls stark genutzt werden.

Eine günstige Möglichkeit sich auf dem gut ausgebauten Salzburger Radwegenetz fortzubewegen bietet im Stadtgebiet von Salzburg das Citybike mit dem Leihfahrrad. Nach der Registrierung via Internet oder direkt am Terminal bei einem der Standplätze kann mit der Maestro-Karte ein Fahrrad entliehen werden. Die Benützung ist für eine Stunde kostenlos. Zur stärkeren Verzahnung von ÖPNV und Radverkehr wurden 1999 am Hauptbahnhof und später auch am Bahnhof Itzling die ersten gesicherten Fahrradgaragen errichtet; eine weitere am Hanuschplatz ist in Planung.

Insbesondere im Innenstadtbereich kommt man in Salzburg auch zu Fuß schnell und bequem voran, ein Großteil der Altstadt ist als Fußgängerzone deklariert.


Brücken
Salzburger Stadtansicht.
Lange Zeit war eine hölzerne Brücke an der Stelle der heutigen Staatsbrücke die einzige Brücke der Stadt als Verbindung zwischen Alt- und Neustadt. Inzwischen sind (flussabwärts geordnet) folgende Brücken und Stege vorhanden:

Hellbrunner Brücke
Überfuhrsteg
Karolinenbrücke
Mozartsteg
Staatsbrücke
Makartsteg
Müllnersteg
Eisenbahnbrücke
Lehener Brücke
Pioniersteg
Traklsteg
Autobahnbrücke


Bildung und Forschung
Universitäten und Hochschulen
In Salzburg sind fünf Universitäten und Hochschulen angesiedelt. Die älteste davon ist die Paris-Lodron-Universität Salzburg, die 1622 gegrüdnet wurde, aber in der Zeit von 1810 bis 1962 aufgelassen war. Die Universität gliedert sich in die vier klassischen Fakultäten (katholische) Theologie, Rechtswissenschaften, Kultur- und Gesellschaftswissenschaften und Naturwissenschaften.

Das Universität Mozarteum wurde 1841 als Musikschule eingerichtet und ist (abgesehen von 1939-1953) seit 1970 eine Hochschule. Es werden vor allem Konzertfachstudien angeboten (Streicher, Bläser, Zupfinstrumente, Schlagzeug, Tasteninstrumente, Gesang) aber auch pädagogisch orientierte Fächer sowie Studienmöglichkeiten in den darstellenden Künsten Schauspiel, Bühnenbild und Regie.

Mit der Paracelsus Medizinische Privatuniversität wurde die an der Universität Salzburg fehlende medizinische Fakultät 2003 als private Universität gegründet. Ein Drittel der Finanzierung kommt dennoch von staatlicher Seite. Angeboten werden die Studiengänge Humanmedizin, Pflegewissenschaften sowie ein Postgraduate Studium der Molekularen Medizin. Die klinische Ausbildung der Studierenden erfolgt an den Universitätskliniken Salzburg. Die PMU kooperiert bei der praktischen Ausbildung außerdem mit Krankenhäusern in Bayern, bis hin zum Klinikum Rosenheim.

Die Fachhochschule Salzburg besteht seit 1995 und wurde 2005 vom Norden des Stadtgebiets in die südlich gelegene Gemeinde Puch bei Hallein verlegt. Sie bietet technische, wirtschaftliche, kreativ-gestalterische Studiengänge sowie Studiengänge im Bereich Gesundheit und Soziales an.

Die Salzburg Management Business School wurde 2001 eingerichtet und hat fünf Gesellschafter, zu denen auch die Universität Salzburg gehört. Angeboten werden ausschließlich Masterstudiengänge für Wirtschaftsstudenten.

Bibliotheken
Stadtbibliothek Salzburg
Universitätsbibliothek Salzburg

Wirtschaft
Neben seiner Bedeutung als Tourismus-, Kultur-, Universitäts- und Sportstadt erlangt Salzburg durch das Messezentrum auch als Messestadt immer mehr an Bedeutung.


Medien
Das ORF-Landesstudio Salzburg liegt im Stadtteil Nonntal und ist Produktionsstätte für Radio Salzburg und die Salzburg-Beiträge des ORF. Der private Fernsehsender Salzburg TV bietet stark regionales Programm und sendet seit 1995 erst im Kabelnetz der SAFE (heute Salzburg AG) und inzwischen auch über terrestisches Signal.

Salzburger Nachrichten
Kronenzeitung
Salzburger Volkszeitung
Salzburger Fenster
Stadtblatt Salzburg
Echo
Welle 1
Antenne Salzburg
Radio Arabella Salzburg
Radiofabrik

Städtepartnerschaften
Reims (Frankreich), seit 1964
Atlanta (USA), seit 1967

Quelle